Arcachon - dune du pilat

Es ist Mittwoch und so langsam müssen wir wieder Richtung Heimat. Vorher möchten wir uns aber Arcachon und die dune du pilat noch anschauen. Den angepeilten WoMo-Stellplatz gab es leider nicht, bzw. es handelte sich um ein Parkplatz mit Übernachtungsverbot.
Also fahren wir ein paar Kilometer weiter und stellen Lutz am plage du Vivier ab.

Stellplatz am plage du Vivier. Es ist der schönste Stellplatz unserer Reise, inmitten eines Pinienwaldes und bis zum Atlantik keine 200m.

Allerdings sind es bis Arcachon doch einige Kilometer und so ganz flach ist der Küstenstreifen hier auch nicht. Unsere Tandemtour artet fast in Sport aus.

Nachdem wir uns die größte Wanderdüne Europas angesehen haben, fahren wir weiter Richtung Arcachon. Zwischen Düne und Stadt erstrecken sich die  Villenvororte Le Pilat Plage und Pyla sur Mer . Hier wohnt der soziale Rand der Gesellschaft – allerdings der obere.  Die Straßen werden von wunderschönen Villen und Anwesen gesäumt, die Stichstraßen enden am Strand und immer wieder ist der Atlantik zu sehen. Hier lässt es sich bestimmt aushalten.

An einem schönen Platz zwischen der Kirche und einer kleinen Strandpromenade machen wir Pause. Obwohl wir eigentlich nur einen Kaffe nehmen möchten, bleiben wir irgendwie im Restaurant Chez Les Soeurs hängen, genießen ein leckeres 3-Gänge Menu bei einem guten Rotwein.

Die Speise- und Getränkekarte

Die sommerlichen Temperaturen, ein Tisch im Schatten und die Atmosphäre sind einfach zu verlockend. Wir bleiben noch etwas hier sitzen. Den Besuch der Stadt verschieben wir.

Die Rückfahrt zieht sich etwas. So ein Menü steigert gerade nicht die Leistungsfähigkeit und letztlich sind es knapp 26km vom Restaurant bis zum Lutz.
Aber die Radwege sind gut und wir müssen kaum an Straßen entlang fahren. Wir entdecken sogar noch einen Stellplatz, der in keiner unserer Apps verzeichnet ist und gut 10 km näher an Arcachon liegt als Pilat Plage.
Wie an der gesamten Silberküste kämpft man hier mit Sandabbrüchen und so ist ein ca. 1,4km langes Teilstück des Radweges gesperrt. Kurzerhand hat man dort ein Pop-Up Fahrradweg als alternative „gebaut“. Etwa 30x30cm große Plastikplatten, die aneinander gesteckt werden und einen etwas schwammigen aber gut befahrbaren Radweg ergeben; haben wir so auch noch nicht gesehen.

Den restlichen Tag verbringen wir am Strand

Am nächsten Tag steht ein erster, kurzer Teilabschnitt unserer Heimreise an, vorher fahren wir aber noch nach Arcachon und schauen uns die Stadt an.

Mit einem, wenn auch kleinen, Kastenwagen einen Parkplatz in einer Innenstadt zu finden, ist gar nicht so einfach. Am Hafen ist das Parken nur für Kurzpaker oder für die Schiffseigner erlaubt und andre Parkplätze erfordern einen Parkausweis. Nach ca. 30 Minuten Suche haben wir tatsächlich Glück. Mit dem Parkautomat habe ich etwas zu kämpfen, aber letztlich spuckt er ein Ticket aus – und ich muss nicht mal etwas zahlen – verrückte Welt.

Die Stadt ist ganz nett, wir schlendern 2 Stündchen umher, und schauen uns den Stadtteil rund um die Promenade an. So richtig will der Funke aber nicht überspringen – für uns hat Arcachon einfach nicht den Charme und die Atmosphäre wie z.B. Biarritz. 

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