Barcelona

Der Stellplatz liegt nahe an einem S-Bahnhof mit direkter Anbindung an Barcelona. Aber unser Ziel es ja, Barcelona mit dem Fahrrad zu erkunden. Laut „Komoot“ sind es rund 25 km von unserem WomoStellplatz bis zum Columbus-Denkmal in Barcelona am Plaza Portal de la Pau. Der erste Teil der Strecke verläuft leider direkt auf der NII, einer zweispurigen Schnellstraße. Erst nach knapp 4,5 km fängt dann am Hafen von Premià de Mar der Radweg nach Barcelona an, wobei es kein wirklicher Radweg ist. Er ist ein Weg für  Fußgänger und Radfahrer und die Radler dürfen nicht schneller als 10 km/h fahren.

Der Radweg bietet alles. Perfekt ausgebaut bis off-road. Man sollte immer auf der Hut sein, gerne ist einfach mal eine  Treppe einer Unterführung mitten im Weg – ohne jegliche Warnung oder Beschilderung.

In der Stadt

Wir lassen uns einfach 2 Tage in der Stadt treiben. Fest eingeplant ist nur die Sagrada Familie – da muss man die Karten online im Voraus buchen. Ansonsten schlendern wir durch den Stadtteil Born und natürlich auf der Promenade La Ramla.

Eigentlich wollten wir noch viel mehr sehen, aber allein Born dauerte schon fast den ganzen ersten Tag. In dem „Künstler-Viertel“ könnte man Tage mit der Besichtigung der vielen kleinen Galerien und Künstler-Kollektiven verbringen.

Da wir nicht im Dunkeln den 25km langen – und sicher nicht gut beleuchteten – Weg zurückfahren wollten, ging es dann gegen 18:00 Uhr Richtung Stellplatz.

Radfahren in Barcelona

 
Nahezu überall gibt es Radwege, die aber irgendwie nicht zusammenhängend sind. Mal verlaufen sie zwischen den Fahrspuren, dann hören sie einfach auf und fangen auf der gegenüberliegenden Seite wieder an – ich denke, dass wir es zu 60% geschafft haben, so zu fahren, wie es die Planer gedacht haben. Der Rest ging halt in falscher Richtung durch Einbahnstraßen, auf dem Bürgersteig oder über freie Flächen. Das scheint aber „normal“ zu sein; wir wurden weder von Autofahren angehupt, Fussgängern beschimpft noch interessierte sich die Polizei dafür, die sehr präsent in Barca ist. Überhaupt lässt sich sagen, dass seitens der Autofahrer viel Rücksicht auf Radfahrer genommen wird. Gefährlicher sind da die Fahrer der Elektro-Roller, da ist pures Harakiri angesagt.

Sagrada Familia

Der Eintritt (nur online im Voraus, ohne Führung und ohne Besichtigung der Türme) von 26€ p.P lohnt auf jeden Fall. Selbst jemand wie ich, der weder Vereinsmitglied noch Fan von Kirche(n) ist, war tief beeindruckt. Wir haben mehr als zweieinhalb Stunden  in und um die Basilica verbracht – und hatten nicht das Gefühl, alles gesehen zu haben.

Unser Tipp: 
Schon vor der Besichtigung die offizielle App aufs Handy laden und die dort verfügbare „lange“ Tour einmal durchgehen. Wirklich sehr informativ. Da steckt so viel Information drin, daß man es direkt beim Besuch eh‘ nicht alles verarbeiten kann – jedenfalls ging es uns so. Beim Besuch der Basilica dann Kopfhörer nicht vergessen.

Da uns die Basilica so begeisterte, wollten wir noch den Park Güell besuchen. Der liegt ziemlich hoch und trotz des neuen, stärkeren Motors, den wir seit Anfang des Jahres im Tandem verbaut haben, mussten wir die letzten Meter schieben.

Leider kann man auch dieses Werk von Gaudi nur noch mit vorher online gebuchten Tickets betreten – und wir hätten 3 Stunden bis zum nächsten Slot warten müssen.
Dann wäre es aber mit der Heimfahrt bei Licht nichts mehr geworden – deshalb haben wir ihn halt nicht besucht.

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