Château d’Esther Bio-Wein vom deutschen Winzer aus dem Medoc

Das darf doch wohl nicht wahr sein, da sind wir im wohl bekanntesten Weinanbaugebiet der Welt und haben noch keine Weinprobe bei einem Winzer gemacht! Da muss sich was ändern!
Dach einer kurzen Internet-Recherche finden wir das das Weingut Château d’Esther in Saint-Loubès. Das liegt perfekt auf unserem Heimweg.
Nach unserem Stadtrundgang in Arcachon, gestärkt mit einer Box Windbeutel, machen wir uns auf den ca. 90km langen Weg nach Saint-Loubès.

Das Weingut liegt direkt an dem Fluß Dordogne und ist ein sehr kleiner Familien-Betrieb, der sich der ökologischen Produktion von Weinen verschrieben hat. In dem Anbaugebiet Terroir et vignoble werden auf 5,5 Hektar rote und weiße Rebsorten angebaut. Seit 2001 wird es von dem deutschen Auswanderer Thomas und seiner französischen Frau Eva biodynamisch bewirtschaftet. Unter anderem ist der Betrieb auch von Demeter zertifiziert.

Neben Thomas und Eva arbeitet noch ein Auszubildender und ein Mitarbeiter vom Niederrhein auf dem Hof – die Welt ist ein Dorf! 

Wir sind an diesem Abend die einzigen Gäste, werden nett von Thomas empfangen und beziehen erst einmal unseren Platz, bevor wir mit dem Tandem eine kleine Runde durchs Dorf fahren.

Als wir wieder zurück beim Kasten sind, haben wir plötzlich neue Freunde: ein Huhn und der Hof-Hund Maestro, sie bleiben den restlichen Tag bei uns.
Während ich das Essen zubereite wird er ab und zu gekrault was ihm offensichtlich sehr gefällt.

Nachdem wir gegessen haben werden wir von Eva zu einer kleinen Weinprobe eingeladen. Es gibt 5 unterschiedliche Weine und viele Geschichten drum herum. Da wir die einzigen Gäste der Weinprobe sind, ist es herrlich entspannt und sehr persönlich – es macht richtig Spaß!
Wir nehmen die „Weinkarte“ mit und überlegen, ob und welche Weine wir uns in „unseren Weinkeller“ einlagern könnten.

Nach einer sehr ruhigen Nacht und Dank Unterstützung des Chef-Hahns wachen wir ausgeruht aber früh auf. Anja macht uns einen Kaffee und ich bezahle den Stellplatz, die Weinprobe und kaufe Wein für „unseren Weinkeller“.  Thomas ist mit seinen Mitarbeitern bereits kräftig am werkeln, die Ernte ist gerade so weit, dass sie in die Fässer abgefüllt werden muss. Heute ist der Roséwein dran.
Für uns geht es nun Richtung Heimat, auch wenn Maestro und das Huhn uns nicht gehen lassen möchten.

Die Rückreise

Eigentlich war eine weitere Übernachtung in der Nähe von Paris geplant, aber wir kommen so gut durch und das Hörbuch Jäger, Hirten, Kritiker ist so interessant, dass wir in Orléans nur eine kurze Tank- und Versorgungspause einlegen, dann  aber  direkt weiter düsen.
In Paris ist wieder Stress pur angesagt. Wir sind auch so ungünstig gefahren, dass wir freitags gegen 19:00 Uhr durch Paris müssen – geschickt eingefädelt…..
Unser Navi – TomTomGo auf dem iPhone – möchte uns auch unbedingt einen Weg langfahren lassen, der nur für Fahrzeuge mit einer Höhe von 2,5m freigegeben ist – es lässt sich auch nach mehrfachen Routen-Änderungen nicht davon abbringen. Anja lädt kurzerhand GoogleMaps und navigiert uns „manuell“ durch das Chaos während ich versuche keinen der Harakiri-Moped-Fahrer zu erwischen.

Die restliche Rückfahrt ist eher entspannend. Keine Staus – wir kommen wieder gut durch. Gegen 1 Uhr endet unser Urlaub, nach 3012km gefahrenen Kilometern, zuhause.

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