Obwohl wir die ersten Tage sehr wenig Tandem gefahren sind, verliert der Vorderreifen Luft. Nach Ausbau des Vorderreifens und Untersuchung des Schlauches stellt sich Verwunderung ein: alles dicht. Bleibt also das Ventil als Übeltäter – und da kam ein erster Verdacht:
2019 waren wir auf der Campingmesse in Essen und haben dort bei einem Händler eine Reifenimpfung gekauft. Im Wesentlichen ist das eine Flüssigkeit mit feinen Kunststoffpartikeln, die in den Schlauch eingefüllt wird. Bei einem Loch im Schlauch verstopfen diese Teilchen die Undichtigkeit, verkleben miteinander und schließen damit die Öffnung.
Solange alles dicht ist, „steht“ die Flüssigkeit also unten im Schlauch (es werden nur ca. 150ml in den Schlauch eingefüllt).
Praktischerweise haben wir durchsichtige Ventilkappen. Zur Überprüfung unseres Verdachts haben wir das Tandem dann so geparkt, dass das Ventil des Vorderrades am tiefstmöglichen Punkt stand. Und siehe da: am nächsten Morgen war die Ventilkappe komplett grün von innen. Des Rätsels Lösung: 

Beim Aufpumpen des Vorderrades muss das Ventil wohl mal unten gewesen sein, beim Ende des Pumpvorgangs ist wohl etwas Luft entwichen, einige der Partikel sind mitgerissen worden, haben das Ventil verstopft und damit undicht gemacht.

Das Schöne bei Autoventilen (auch Schrader-Ventile genannt)  ist, dass sie ein austauschbares Innenleben haben. Leider sagte uns der Fahrradhändler in Domburg, dass es nur komplette Schläuche gebe und man an dem Ventil nichts machen könne. Natürlich könnte man aber einen neuen Schlauch kaufen.

Wir haben dankend abgelehnt und sind nach unserem herrlichen Vormittag am Auto-Strand dann auf dem Weg zum nächsten Campingplatz bei einem Auto-Reifenhändler in Vlissingen vorbei gefahren, der uns einfach zwei Einsätze kostenlos eingeschraubt hat  – sehr nett.

Erkenntnis des Tages: Beim aufpumpen daran denken, dass das Ventil oben ist - dann bleibt es auch dicht.

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