Sommerurlaub 2021 - Trotz Corona geht es los

2020 gab es für uns keinen längeren Urlaub – dank Corona.

In diesem Jahr haben wir knapp 4 Wochen in den Sommerferien. Es geht an die Nord- und Ostsee.

Endlich können wir unseren Kastenwagen mal eine längere Zeit testen.

Es geht los, erstes Ziel: Noordwijk aan Zee

Es geht los: die erste längere Tour mit Lutz startet

Endlich geht es los, die erste längere Tour mit Lutz. Aufgrund von Corona wird es aber keine „weite“ Tour. Knapp 11 Tage Nordsee und 14 Tage Ostsee stehen auf dem Plan. 

Aufgrund unserer Erfahrungen aus dem letzten Jahr haben wir die Campingplätze schon rechtzeitig (im März) gebucht. Wir stehen halt gerne auf Plätzen nah‘ der See und damit scheinen wir nicht allein zu sein.
 
Die ersten 5 Tage werden wir mit unseren Freunden Susi und Stephan in Noordwijk aan Zee verbringen. Inzwischen zum 9. Mal. Angefangen haben wir mit den gemeinsamen Noordwijk-Besuchen, als alle unsere 3 Kinder (S&S haben ebenfalls 3 Kinder in jeweils dem gleichen Alter) alt genug waren, 20 Tage  ins „Ameland-Lager“ zu ziehen. Eine über 40 Jahre alte Instituion  unserer Gemeinde – eine Art „Kinder-Land-Verschickung“ nach Ameland.
Um die seit Jahren erstmalige „Kinderlosigkeit“ gebührend zu feiern, entschlossen wir uns damals ein paar Tage nach Noordwijk zu fahren, um die freie Zeit in den diversen Beach-Clubs zu genießen.
Jetzt sind die Kinder groß und wir genießen noch immer ein paar gemeinsame Tage in Noordwijk.
 
Prompt haben wir vergessen, die Abfahrts-Checkliste vor der Fahrt abzuarbeiten. Es geht aber auch noch kurz nach dem Start...
Es ist soweit: endlich wieder Richtung unserer geliebten Nordsee. Diesmal starten wir im Regen und es erwartet uns Sonne !
Am Donnerstag fahren wir bei strömenden Regen los – Angesichts der Tatsache, dass ganze Landstriche in Deutschland gerade überschwemmt wurden, sind wir schon fast froh, dass es „normaler“ Regen ist und keine Sintflut. Je näher wir der Küste kommen, um so schöner wird das Wetter.
In Noordwijk aan Zee selber gibt es leider keinen Campingplatz in der Nähe des Boulevards – man möchte dann doch eher die Klientel der Hotelurlauber anlocken. Deswegen stehen wir auf dem Platz „Camping Op Hoop van Zegen“ in Noordwijkerhout, ca. 2,6 km entfernt vom Boulevard von Noordwijk aan Zee.
In dem kleinerem der beiden Sanitätshäusern ist momentan noch Platz für zwei Sitzungen und einer Steh-Party ....
Der Campingplatz ist klein, die Sanitäranlagen sehr modern und sauber. Als Coronamaßnahme gibt es Klemmbretter für jede Toilette. Jeder Besucher bekommt eine magnetische Karte und vor den Toiltennenhäusern ist ein Symbol für jedes Event. 
Damit ist auf den ersten Blick für jeden erkennbar, ob Duschen, Toiletten oder Abwaschplätze momentan besetzt sind ohne das Gebäude betreten zu müssen.
Der große Getränkehalter am Tandem ist universell einsetzbar.

Gestartet wird am Donnerstag-Nachmittag mit einem Sektempfang am Strand. Wir bringen gekühlten Sekt mit und S&S haben Becher und einen windgeschützten Platz am Strand in Beschlag genommen.

Die diesjährige Reiseleitung – also Olli – hat folgende kulinarische Highlights vorgesehen:
  1. Do: Alexander Beach Club – gehört zum Alexander Hotel, etwas gehoben, sehr schön direkt am Nordseestrand.
  2. Fr: Harbourlights – bester Pub in Noordwijk.
  3. Sa: Grillen vor unserem Camper. Es gibt Kuh
  4. So: Holländische Spezialitäten – bei Coco – die leckersten Pommes mit Pinda-Sauce, Bitterballen und Frikandel Spezial gibt es halt in den Niederlanden….
Eigentlich fast wie ein Pauschal-Urlaub mit Halbpension.

Für die kommenden Abende haben wir alles notwendige  reserviert – was Sinn macht, es ist brechend voll. Man hat den Eindruck, Corona gibt es nicht. Keiner trägt irgendwo Maske, die Clubs sind überfüllt und der Strand ist voll wie auf Malle.
Ab 16 Uhr stehen die Gäste Schlange, um noch irgendwo einen Tisch für’s Abendessen am Strand zu ergattern.

Falls für das geplante BBQ das Grillfleisch knapp werden sollte, bieten sich auf dem Campingplatz kurzfristige Lösungsmöglichkeiten an.

Letzte Vorbereitung für das BBQ - auf das Angebot der Hühner mussten wir nicht zurückgreifen
Nicht nur am Strand lässt sich der Sonnenuntergang genießen

Die Tage verbringen wir mit „extrem-am-Strand-abhängen“, Spaziergängen mit den Füßen im Wasser  und „fietsen“.

Besonders schön ist die Radtour nach Haarlem – für uns einer der schönsten Städte in den Niederlanden.

Es geht entlang von Blumenfeldern, Grachten auf einem phantastischem Radwegenetz rund 63 km nach Haarlem und zurück. Wenn man sich die Anwesen der „Blumenzwiebel-Barone“ ansieht scheint sich der Verkauf von „Blömkes“ zu lohnen. Auch in Haarlem ist nichts von Corona zu merken – trotz einer Inzidenz von über 300 ist es rappelvoll. Wir meiden die Menschenmassen so gut es geht und gehen durch die weniger vollen Gässchen.

Auf nach Texel

Von Noordwijk nach Texel

Den Helder - Zufahrt zum Hafen
Den Helder - Zufahrt zur Fähre
Zufahrt zur Fähre
Zufahrt zur Fähre
Auf der Fähre
Auf der Fähre

Abschied von Noordwijk, aber wir kommen ja bald wieder. Den Helder war schnell erreicht und die Fähre nahm uns so gerade noch mit (6 Minuten Wartezeit!!)

Auf Texel fuhren wir nach Den Hoorn zum Einkaufen Der sehr gut sortierte  kleine Spar-Laden bot alles für den geplanten  „Texel-Tapas-Abend“ an – das meiste davon wird sogar tatsächlich hier auf der Insel produziert.

Die Preise allerdings sind (selbst für „niederländische-Küsten“ Verhältnisse) heftig!  Ich denke, wenn man abends in der Nähe des Spar-Ladens ganz leise ist, hört man den Inhaber, wie er sich in den Schlaf lacht……..

Camping Loodsmansduin

Der Campingplatz „Loodsmansduin“ liegt inmitten des Nationalparks „Duinen von Texel“. Er ist ca. 2,5 km vom Meer entfernt und das kleine Dorf Den Hoorn ist in ca. 1,3 km schnell erreichbar.
Bereits bei der Reservierung hatten wir das Kennzeichen von Lutz angegeben und 2 Tage vor Ankunft bekamen wir eine Begrüßungsmail mit einem Zugangscode für die Schranke.
Wir konnten also direkt und kontaktlos auf unseren Stellplatz „Dünenplatz Grutto 011“, (Grutto = Uferschnepfe)
Unser Stellplatz auf dem Campingplatz Loodsmansduin
Unser Stellplatz auf dem Campingplatz Loodsmansduin
Der Stellplatz ist für max. 7m Fahrzeuge ausgewiesen
Der Stellplatz ist für max. 7m Fahrzeuge ausgewiesen
Ein Stellplatz nach unserem Geschmack

Der Platz bietet alles, was das Camper-Herz begehrt: Ausreichend und saubere Sanitäranlagen, Spielplätze, Freibad, Restaurant… Alles ist weitläufig und gut ausgeschildert

Texel Tapas
Texel Tapas

Wir sind mehr als zufrieden mit dem Stellplatz. Schiebetür auf und mit den Füßen im Sand, auch unsre Texels-Tapas-Platte ist hervorragend.

Obwohl in allen Gebäuden Maskenpflicht herrscht, hält sich hier niemand daran. Die Hinweisschilder haben hier eher dekorativen Charakter.

Texel – Einmal rund um die Insel

Einmal rund um Texel

De Kaap Oosterend - und unser Tandem
De Kaap Oosterend - und unser Tandem
Hafen Oudeschild
Hafen Oudeschild

Eine Insel lädt einfach ein, sie zu umrunden.

Es ist perfektes Fahrradfahr-Wetter, der Akku voll und wir haben wunderbar geschlafen!

Wir entscheiden uns dazu, die Runde entgegen dem Uhrzeigersinn zu fahren. Damit ist die letzte Station Den Hoorn, wo wir dann gleich für’s Abendessen einkaufen können.

Inn de Knip

Texel, der Deko-Overkill: Inn de Knip

In Den Hoorn gibt es gegenüber des kleinen Spar-Marktes ein Café/Restaurant Namens Inn de Knip.

Inn de Knip - Den Hoorn. Der Nippes-Overkill
Inn de Knip - Den Hoorn. Untere Etage des Lokals
Inn de Knip - Den Hoorn. Untere Etage des Lokals
Inn de Knip - Den Hoorn. Die Treppe nach oben
Inn de Knip - Den Hoorn. Die Treppe nach oben
Inn de Knip - Den Hoorn. Der Dachboden
Inn de Knip - Den Hoorn. Der Dachboden

Ich weiß nicht, ob der Besitzer irgendwann mal einen Weihnachtsmarkt oder einen Trödelmarkt überfallen hat – aber wundern würde es mich nicht.

Der Planten Tag & ein neues Lieblingsessen

Der Planten Tag & ein neues Lieblingsessen

„Anja ist Biologin und die genießt es, beim Fahren die Flora und Fauna zu beobachten!“ heißt es bei meinem Lieblings-YouTuber… 😉
Genau! Und heute sogar mit Absteigen vom Tandem im Naturschutzgebiet und Bestimmen und Fotografieren! Wie schön!

Passend zur Botanik-Exkursion gab es neben den obligatorischen Weizen/Gersten-Hopfen-Kaltschalen vegetarisches Essen: Penne an Zucchini-Zwiebel-Cremesoße mit Pinienkernen und Parmesan…

Wie beim Italiener - ein neues Schnell-Standard-Gericht
Wie beim Italiener - ein neues Schnell-Standard-Gericht

2 Zwiebeln kleinschneiden und glasig dünsten. 2 Zucchini in Würfel geschnitten zu den Zwiebeln, mit Petersilie, Chilli-Pulver, Salz und Pfeffer schön scharf anbraten. 250g Penne kochen und abtropfen lassen. Pinienkerne rösten und mit Crème fraîche zu den gebratenen Zucchinis und Zwiebeln geben. Alles kurz in der heißen Pfanne schwenken und dann mit Parmesan servieren.

Penne mit Zuchini und Pinienkerne

Texel: 9-12-15-17 Paal-Tag

Texel: 9-12-15-17 Paal-Tag

Die Paale (Strandpaal = Strandpfosten) hatten früher die Funktion zu messen, wie viel Land von der See an bzw. abgeschwämmt wurden. Genaueres dazu gibt is hier.

Wir hatten uns vorgenommen, jeden Paal zu besuchen, an dem sich ein Strandpavillion befindet. 

Der Paal 9
Paal 9
Der Paal 12
Der Paal 15
An Paal 17 endete unsere Paal-Tour

Also: Wir haben mit Nr. 9 begonnen, aber bis Nr. 28 haben wir es nichtgeschafft. Außerdem geht das ins Geld, denn man bezahlt nicht nur die Getränke und Speisen, sondern natürlich auch die Bedienung, den Sand für die Füße, das Meer, die Sonne, den Wind, das Rauschen, den Sitzplatz, die Strandbar, manchmal die Beschallung, … und dann versteht man auch die Preise 😳
Zum Abendessen kreierte der Chefkoch leckerste Bratkartoffeln mit überbackenem Schnitzel, nachdem wir eine Riesenportion Erdbeeren und Ananas hatten.
Das Kochen dauert allerdings achtsam-ewig, gehört aber schon zur Entspannung mit dazu!

Browerij- & Fisch-Tag

Browerij- & Fisch-Tag

Natürlich steht auch dieses Mal ein Besuch der Texels-Brauerei auf dem Plan – bietet sich halt an, wenn man schon mal da ist.

Also schwingen wir uns bei strahlendem Sonnenschein auf unser Tandem und radeln los, um einen Frühschoppen im Biergarten der Brauerei zu genießen.

Seit unserem letzen Besuch 2019 hat sich hier einiges getan. Der Biergarten sieht nun viel einladender aus und bietet Bänke im Lounge Style aus Paletten und gemütlichen Kissen.

Meiner mangelnden Urlaubsvorbereitung ist es geschuldet, dass wir nicht auch den anderen Brauereien auf Texel gebührend Raum in unserer Tourplanung gelassen haben.

Zu meiner Entschuldigung kann ich vorbringen dass sie mir bis vor kurzem auch nicht bekannt waren. Aufgefallen ist mir das erst bei der Paal-Tour, als wir in Paal 17 ein TX und bei Paal 12 ein Tesselaar Witte Tessel-aar Weizen bestellen konnten.

Wir müssen also nochmal nach Texel und den Brauereien: Bierbrouwerij De Boei und Brouwerij TX einen Besuch abstatten…

Kiebbeling - fettig aber LECKER!!
Kiebbeling - fettig aber LECKER!!

Nach dem Besuch der Brauerei fahren wir nach Oudeschild. Wir möchten gerne zwei „Notenplakje“ bei „De echte Bakker Timmer“ für die morgige Fahrt nach Fehmarn einkaufen. Notenplakje sind etwas größere Plätzchen aus Marzipan, Erdnüssen auf einem leckerem Teig. Bei Weightwatchers sicherlich 3000  Punkte  – aber lecker.

Anschließend essen wir im „Oude Vismarkt van Texel“ zwei Nieuwe Haaring und eine Portion Kibbeling.
Wer gerne Fisch isst, sollte auf jeden Fall hier mal vorbei schauen.

Auf dem Rückweg kaufen wir noch ein paar Vorräte in Den Burg ein und lassen unseren letzten Tag in Texel gemütlich vor dem Kasten mit den Füßen im warmen Sand ausklingen.

Von der Nordsee-Insel zur Ostsee-Insel

Von der Nord- zur Ostseeinsel

Als wir vor Monaten die Ziele unserer Sommerreise ausgewählt haben, wollten wir auf Nummer sicher gehen und haben deshalb die Hälfte der Zeit für Plätze in Deutschland reserviert.

Deshalb wählten wir  – ohne einen wirklichen Grund – Fehmarn und Rügen aus. Auf Fehmarn waren wir ja bereits letztes  Jahr, allerdings nur für 2 Regentage. Von Rügen kennen wir eigentlich nur den Kletterwald Rügen-Altefähr, den wir mit den Kindern während unserer Ostsee-Radwanderreise 2009 besuchten.

Nach einer etwas unruhigen Nacht (Schuld war das Pizza-Fastfood am Camping Platz – nicht zu empfehlen !!!) sind wir aufgestanden, beim Entsorgen gewesen und zur Fähre gefahren. Fast ein identisches Bild bot sich zur Hinfahrt. Nur 8 Minuten vor Abfahrt am Hafen angekommen, durften wir mitfahren. 
Diesmal wurden wir auf das obere Deck gelotst 30cm Platz zur Decke reichen ja…

Der wohl einzige, richtige Kritikpunkt bezüglich des Campingplatzes: die Entsorgung
Der Tandemträger hätte nicht viel höher sein dürfen ...
Die Fähre ist ziemlich leer
Notenplakje

Mit nur wenig Stau kommen wir gut durch und nach dem ersten Kaffee-Stopp mit Fahrerwechsel in Harlingen gibt es nun den 2. Kaffee-Stopp mit Fahrerwechsel, Pipi-Pause (ist das praktisch, sein eigenes Klo durch die Gegend zu fahren) und Notenplakje.

Wie bereits vermutet, ist diesseits der holländisch-deutschen Grenze Maskenpflicht und es wird sich sogar dran gehalten. Alle tragen in der Hollenstedter Autobahnraststätte Maske, sogar die Holländer…
Schließlich hat Niedersachsen eine Inzidenz von 14,9, in Noord-(Holland)(Hochinzidenzgebiet ab kommendem Dienstag) ist die Inzidenz ca. 20x höher… verkehrte Welt…

Wir haben brav auch am Freitag schon unsere (Rück-)Einreiseanträge online ausgefüllt und unsere Impfzertifikate als QR-Code hochgeladen. Ohne vollständige Impfung müssten wir 10 Tage zu Hause in Quarantäne. Stattdessen fahren wir nach Fehmarn.

Locker zwei Stunden später (als vom Navi errechnet) erreichten wir Fehmarn. 

Der Platz war dann auch schnell gefunden. Eine Radkappe fehlt (hinten an der Beifahrerseite), aber wir meinen zu wissen, dass es nicht sooo weit weg entfernt passiert ist und wir werden demnächst mit dem Fahrrad auf Radkappen-Suche gehen.
Während Olli uns samt Impfbuch anmeldete, füllte ich den Wassertank auf. Einparken, Markise ausfahren, Wasserschlauch zum Trocknen über Duschwand hängen, Tandem runter, Grill aufbauen und Kühlschrank neu bestücken… Urlaub 😀
Grillen und Duschen schafften wir noch so gerade und dann kam die Gewitterfront.

Unser erster Stellplatz auf dem Campingplatz, am 29.7 bekommen wir einen in der ersten Reihe am Strand

Inselrundfahrt Fehmarn

Inselrundfahrt Fehmarn

Da wir bei unserem letzen Besuch auf Fehmarn unser Tandem nicht mitnehmen konnten und auch nur eine kleine Radtour unternommen hatten, stand natürlich eine Insel-Umrundung auf dem Programm. Wie bereits auf Texel entgegen des Uhrzeigersinns.
Leider gibt es keine ausgewiesene Rundfahrt, also fahren wir – unterstützt  von Komoot – unsere eigene Rundfahrt.
Relativ schnell kommt die Ernüchterung. Gut, wir sind verwöhnt – am Niederrhein, der niederländischen Küste oder gar auf den westfriesischen Inseln bedeutet Fahrradweg so viel wie „ausreichend befestigter Weg auf dem man gut Fahrradfahren kann, ohne Autos und mit Beschilderung und zuverlässig von A nach B“. Auf Fehmarn sieht man das etwas anders. Fahrradwege sind häufig enge Strassen, auf denen man sich den Autos unterzuordnen hat. Es ist schon witzig, dass gerade die SUV-Fahrer das „Platz-Machen“ durch Benutzung des nicht geteerten Seitenstreifens für unnötig halten – denn unbefestigte Seitenstreifen sind offensichtlich für die Fahrradfahrer gedacht.
Nett ist auch, dass beschilderte Fahrradwege plötzlich in Straßen münden, wo explizit das Fahrradfahren verboten ist. 
Also Fehmarn ist KEINE fahrradfreundliche Insel… (aber, wie oben schon gesagt: wir sind echt verwöhnt!!!)

Nachdem wir (am Flügger-Leuchtturm vorbei) durch Orth gefahren sind, kamen wir nach Lemkenhafen, wo es Naturschutz und Wassersport in Einklang gibt. Es gibt sogar Megalithen auf Fehmarn- wie schön! 

Fehmarn ist kein Radfahrer - aber definitiv ein Wassersport-Paradies

Unter der Fehmarnsundbrücke, dem „Kleiderbügel“ durch, erreichten wir die erste Stärkung bei Mirellas Haifischbar am Hafen von Burg (Burgstaaken). Danach ging es zum Südstrand (quasi Touristenhochburg) zum Leuchtturm am Staberhuck und zur Steilküste, Katharinenhof, an Klausdorf und Presen vorbei zum Fährhafen nach Puttgarten, wo wir nun eine Zwangspause wegen Gewitterwarnung im Camping-Restaurant (Ostsee-Imbiss) bei Apfelkuchen und Kaffee verbringen.
Auf den ersten Blick sieht das Restaurant nicht sehr einladend aus, aber der selbstgemachte Kuchen ist eine klare Empfehlung.

Email vom Kreis Ost-Holstein

Email vom Kreis Ostholstein

Wir haben ihre Einreiseanmeldung erhalten, leider können wir keine QR-Codes in unseren System einlesen.

Fachdienst Gesundheit

Gestern bekamen wir eine Mail vom Kreis-Gesundheitsamt Ostholstein. Brav hatten wir ja bereits Freitag unsere Einreise angemeldet- aber: Das Amt kann unsere digitalen Impfausweise- gesendet selbstverständlich als QR-Code- nicht einlesen.

Zum Glück liegen beide Papiervarianten auf dem Server zu Hause, sodass wir uns nur einloggen müssen und die Dokumente „verwaltungsgerecht“ absenden können.

Orth, ein schöner Ort

Orth, ein schöner Ort

Unweit vom Campingplatz gibt es den kleinen Hafenort Orth.

In dem Yachthafen kann man sehr schön sitzen und dem Treiben im Yachthafen zusehen

In dem eher unscheinbarem Restaurant „Hafen-Imbiss“ direkt am Yachthafen Orth kann man mit Glück einen Strandkorb ergattern und bei leckerem Fisch die Aussicht genießen.

Falls man montags in Orth essen gehen möchte, empfiehlt sich ein Besuch im Restaurant „Taverne Syrtaki“. 

Alles andere hat hier nämlich zu.

Platzwechsel

Platzwechsel

Am 29.7. konnten wir zu einem Standplatz direkt am Strand wechseln. Viel schöner kann man auf Fehmarn kaum offiziell campen!

Die Brauerei Knust

Die Brauerei Knust

Heute war unser letzter Tag auf Fehmarn. Strandspaziergang, Blog-Schreiben und dann ab zur Fehmarn-Brauerei Knust. Dort gab es im Garten (bei ein bisschen Regen) ein Pils, ein Insel Pale Ale, ein Sunset-Ale und ein Brown Ale; bei uns gewann das Insel Pale Ale eindeutig! Auf dem Weg zurück speisten wir in Lemkenhafen bei Kolle’s Fischpfanne leckeren Fisch (Lachs, Seelachs & Dorsch) und räumten dann – zurück am Kasten- alles für die Fahrt nach Rügen zurecht. 

„Fehmarn ist unsere Heimat – KNUST der Geschmack unserer Insel.“

Kerstin, Craft-Bäuerin

Ab zur nächsten Insel – Rügen

Ab zur nächsten Insel - Rügen

Gegen 8 Uhr waren wir wach und packten unsere Sachen. Fast hätte Olli noch seinen Off-Road-Sandalen einem 3,5 t-Test unterzogen, aber zum Glück hielt er beim Rangieren an, bevor er rüberfahren konnte.

Bei durchwachsenem Wetter hatten wir 337km vor uns und das optimistischste Navi berechnete eine Ankunftszeit von ca. 12 Uhr…. über die
Fehmarnsundbrücke aufs Festland und über den Rügenbrücke (2. Strelasundquerung von 2007) auf die nächste Insel.

Zur Ankunft in Juliusruh (Breege) auf dem Camping „Am Wasser“ suchten wir mit dem Platzwart einen schönen Platz und bauten auf. Bis wir das Autan aufgetragen hatten, waren bereits einige Mücken höchst erfreut über die Ankunft von neuen Warmblütern….

Wir fuhren eine Runde zum Strand, zum Hafen, bekamen ein leckeres Matjesbrötchen und dann besuchte Olli den vermutlich kleinsten real,- Markt der Welt (ohne ec-Zahlung, nur eine Waage und kaum Sortiment).
Vor dem Kasten planen wir nun die nächsten Tandem-Touren!

Eine Runde um Wittow (Nord-Rügen)

Eine Runde um Wittow (Nord-Rügen)

Eine komplette Inselumrundung von Rügen ist für uns nicht drin, eine Umrundung von  Wittow, dem nördlichsten Teil Rügens, aber schon.
Von Breege (Juliusruh) fuhren wir nach Vitte, einem kleinen Fischerdorf, von dem aus man einen guten Blick auf Kap Arkona hat. Kap Arkona mit den Peilturm, Jaromarsburg und Schinkelturm folgte, aber wir verkniffen es uns, die Treppen nach oben zu steigen- hier war es zu voll.

An der Nordküste entlang gab es tolle Aussichten auf die Ostsee an der Steilküste entlang bis Dranske, wo eine kleine Pause folgte. Bisher war die Strecke komplett innerhalb des Ostsee-Küsten-Radwanderwegs. Dafür sind die Fahrradwege aber echt schlecht. Sand, Kopfsteinpflaster bzw. Ostseesteinpflaster, Feldwegspuren, Pfützenlöcher, Betonplatten mit Löchern, Kanten und hohe Bordsteine mitten im Radweg. Wenn man ein Mountainbike hat, ist das sicherlich gut machbar, aber unser Tandem freut sich über so Wege nicht (und Olli muss sich sehr auf die Fahrbahn konzentrieren und bekommt so fast nichts von der Landschaft mit).

Waschtag & Runde bis Schaprode

Waschtag & Tour ohne Höhepunkte - Schaprode

Früh wach, eine Miele-Münze und gutes Wetter bis zum Abend: Heute wird gewaschen!

Tandemständer als Wäscheständer
Tandemständer als Wäscheständer

Auch paar Kilometer durften es heute für die noch immer etwas schweren Beine sein. Und Fähre fahren ist auch schön: also auf (aber nicht auf dem „Radweg“) nach Wittow zur Fähre. 

Die Wittower Fähre
Die Wittower Fähre
Die Fähre im Pendelbetrieb
Die Fähre im Pendelbetrieb

Dem Ostseeküsten-Radweg folgend erst an der Küste entlang parallel zur Küste von Bug (Dranske) und dann ein Stück parallel zur Küste von Hiddensee bis nach Schaprode, wo wir am Hafen Matjes-Brötchen und geräucherten Heilbutt aßen (nee, der ist nicht so lecker).

Auf dem Weg zum Hafen
Auf dem Weg zum Hafen
Schillings Gasthof, von hier hat man einen schönen Blick auf den Hafen
Schillings Gasthof, von hier hat man einen schönen Blick auf den Hafen
Sehr empfehlenswert , das Fischhaus Schillings am Hafen von Schaprode
Sehr empfehlenswert , das Fischhaus Schillings am Hafen von Schaprode
Im Hafen von Schaprode
Im Hafen von Schaprode

Der nächste Streckenabschnitt war wieder Buckelpiste (zum Speichen-Testen!), aber der Rest der Strecke war gut befahrbar. Zurück an der Wittower Fähre kamen wir wieder sehr pünktlich und durften sogar die linke Spur nutzen. Der Rest des Weges war ja bekannt und bei voller Unterstützung durch den Motor für die Beine auch machbar (50,7km und keine Steigungen!).

Ein Kormoran
Ein Kormoran
Gutshaus Udars
Gutshaus Udars

Das leckerste Essen unserer Reise

Das leckerste Essen unsrer Reise

Der Urlaub geht langsam zu Ende. Auf unsrer Tour „Quer durch Jasmund“ hatten wir ja eine Tisch in dem Restaurant „Daheim“ in Lohme gebucht – die Speisekarte war einfach zu verlockend.
Also sah unser Tag so aus:
1. Strand
2. Tandemtour nach Lohme

Restaurant Daheim in Lohme
Restaurant Daheim in Lohme

Reservierung ist absolut notwendig, bereits ab 15:00 Uhr ist das Restaurant ausgebucht gewesen und das an einem Montag.

Die Bewertungen des Restaurants auf den einschlägigen Portalen haben uns nicht in die Irre geführt. Das Essen war eine Klasse für sich und das bei einem absolut fairen Preis.

Sehr schöner Biergarten mit liebevoller Deko
Sehr schöner Biergarten mit liebevoller Deko
Das Essen, ein Traum !
Das Essen, ein Traum !
Geschwindigkeit Rekord

Nach dem Essen gab es noch ein Highlight:
Wir haben einen neuen Geschwindigkeitsrekord aufgestellt.

47,3 km/h mit dem Schaff-Tandem !

Den leckersten Fisch „auf der Hand“

Unser Fischbuden-Favorit

Wir haben fast jeden Tag ein Fischbrötchen gegessen. Nirgendwo sind wir enttäuscht worden, es war immer lecker.

Aber so leckere Matjes-Brötchen wie bei der Hafenperle im Hafen von Breege gab es nirgends.
Unser Fischbrötchen-Favorit !

Super freundliches Personal, leckerste Matjes-Brötchen ever
Super freundliches Personal, leckerste Matjes-Brötchen ever
Ein schöner kleiner Hafen - Breege
Ein schöner kleiner Hafen - Breege
Matjes oder Bismarkhering - egal, beides ist lecker !
Matjes oder Bismarkhering - egal, beides ist lecker !

28+1 = Rerik

28+1=Rerik

Eigentlich wollten wir ja mittwochs von Rügen direkt nach Hause. Da aber unsere Freunde S&S, mit denen wir schon die ersten Tage unseres Urlaubs verbracht haben, ganz in der Nähe waren, wurde der Urlaub kurzerhand um einen Tag verlängert.

Die Rügenbrücke
Die Rügenbrücke
Staufrei geht es nach Rerik
Staufrei geht es nach Rerik

Was uns auf Rügen neben der tollen Landschaft, den schönen Stränden und Küsten auch besonders gut gefallen hat: Es gibt fast überall Störtebeker vom Fass und oft die unterschiedlichsten Sorten.

Also haben wir auf der Reise nach Rerik einen kurzen Boxenstop bei der Störtebeker-Brauerei in Stralsund eingelegt und eine kleine Auswahl unserer Lieblingssorten auf Vorrat eingekauft.

Dann ging es „über Land“ Richtung Rerik.

Kurzer Boxenstopp bei Störtebecker
Kurzer Boxenstopp bei Störtebecker

Natürlich war der  „Campingplatz Ostsee“ in Rerik ausgebucht, aber an der Rezeption sagte man uns: „Versuchen sie es auf unserem Wohnmobilstellplatz, einfach irgendwo dazwischen quetschen…“

Da konnte Lutz mit seinen 5,4m mal seine Größe ausspielen. Ok die direkten Nachbarn mit ihrem 8m Niesmann+Bischoff konnten ihre Markise nicht mehr ausfahren, aber die Teile haben ja einen schönen Innenbereich ….

Stellplatz mit Blick auf die Ostsee
Stellplatz mit Blick auf die Ostsee

Wir hatten sogar Ostsee-Blick aus unserem Kasten – auch nicht schlecht.

Die Sanitäranlagen des Camping-Platzes durften durch die Besucher des Wohnmobilstellplatzes mitbenutzt werden. Bessere sanitäre Anlagen kann man sich nicht wünschen – allerdings hat die Übernachtung ihren Preis ….

Rerik ist ein schöner, überschaubarer  Badeort, in dem man gut seine Ferien verbringen kann. Ein toller Sandstrand, alles ist fußläufig erreichbar und das Publikum macht einen entspannten Eindruck.

Blick auf das Salzhaff
Blick auf das Salzhaff
Rerik: Klein, einladend und gemütlich
Rerik: Klein, einladend und gemütlich
Der Badestrand von Rerik
Der Badestrand von Rerik

Gegen Abend haben wir uns dann mit S&S getroffen und den Abend genossen.

Unsere Freunde hatten Glück mit ihrer Ferienwohnung. Blick vopm Balkon auf das Salzhaff
Unsere Freunde hatten Glück mit ihrer Ferienwohnung. Blick vopm Balkon auf das Salzhaff

Wenn wir schon mal da sind ….

Wenn wir schon mal da sind ....

Donnerstag habe ich dann erst einmal den Standplatz für einen Tag verlängert, wenn wir schon mal da sind…

Vor lauter Aufregung hatte ich vergessen wie man bei der Drohne auf Panorama-Modus schaltet, dehalb musste Lightroom ran

Anschließend wurde das Tandem gepackt und los ging es. Auf wirklich gut ausgebauten Fahrradwegen Richtung  Kühlungsborn. 

Unglaublich, Küste und trotzdem Fliegen erlaubt - das ist selten
Unglaublich, Küste und trotzdem Fliegen erlaubt - das ist selten

Und dann das Unerwartete – in der Nähe der Steilküste zwischen Rerik und Kühlungsborn darf man tatsächlich Drohne fliegen. Den ganzen Urlaub habe ich immer wieder mit der Droniq-App nachgesehen, ob Drohnenfliegen erlaubt ist, bisher war es faktisch nirgends erlaubt, wo es sich gelohnt hätte.
Warum gerade hier ?
Egal. Drohne raus und ein paar Aufnahmen machen !

Die weitere Fahrt nach Kühlungsborn und zurück war einfach wunderschön. Immer wieder mit Blick auf Ostsee und wunderschöne Sonnenblumenfelder.
Kühlungsborn selber ist ein schöner Küstenort. Das Riesenrad auf der Strandpromenade passt aber irgendwie nicht ins Bild. Hotels und Ferienhäuser prägen das Bild des Örtchens. Sicherlich kein günstiger, aber ein sehr schöner Ferienort.
Auf dem Rückweg schauen wir noch beim Leuchtturm vorbei bevor wir den Tag in Rerik am Strand mit Live-Musik und unseren Freunden ausklingen lassen. 

Und schon sind vier Wochen um

Und schon sind vier Wochen um.

Nach zwei Tagen Verlängerung ist für uns nun endgültig der Urlaub zu Ende. Unfassbar, wie schnell vier Wochen vergehen können. 
Unser letzter, vierwöchiger Urlaub war 1991, also vor 30 Jahren. Damals allerdings etwas rustikaler, mit Rucksack und Interrail-Ticket.
Keine Verlängerung mehr - es geht nach Hause
Keine Verlängerung mehr - es geht nach Hause

Zeit für ein erstes Fazit

Den Kasten haben wir nun etwas länger als ein Jahr, die ersten 10.000km sind zurückgelegt und mit diesem Urlaub ist auch die erste längere Reise absolviert.
 
Das Basisfahrzeug:
Fahrgefühl:
Der Kasten fährt sich wie ein PKW, auf längen Strecken sind die hohe Sitzposition und die bequemen Sitze sehr angenehm.
Durchschnittsverbrauch: Ziemlich genau 10l/100km.
Add-Blue: Eine Füllung auf gut 5.000km.
Technische Mängel: Das Reifendruck-Kontrollsystem gibt immer wieder Fehlalarme. Da müssen wir wohl mal nach Citroen.
Verarbeitung/Klapper-Faktor: Ganz ok, wir sind zufrieden. 
 
Der Pössl-Aufbau:
Aufbau: Einfach und funktionell – für die Preisklasse geht das in Ordnung. Die Schubladen sollten allerdings nicht mit schweren Vorräten vollgestopft werden, die Auszüge lockern sich dann.
Beleuchtung: Die blaue LED über der Spüle ist nervig, wir haben sie mit Klebeband abgeklebt.
Der Kühlschrank: Ausreichend groß aber zu laut, ich überlege da einen leiseren Lüfter einzubauen – im Pössl-Forum gibt es dafür entsprechende Anleitungen.
Füllstandanzeige-Frischwasser: Unbrauchbar, die kennt nur 1/3 voll und leer. Wurde durch einen Supersense ersetzt, da warten wir allerdings noch auf die neue App mit Unterstützung unsymmetrischer Tanks.
Bett: In Kombination mit einem IKEA-Topper sehr bequem, wir haben sehr gut geschlafen.
 
Zusätzliche An/Umbauten:
Tandemträger: Erfüllt voll und ganz seinen Zweck, Das Tandem ist genau so schnell verstaut wie zwei Räder auf einem Träger für die AHK. Die dazugehörige Alu-Kiste ist perfekt für das gesamte Tandem-Zubehör.
Gas-Aussensteckdose: Möchten wir nicht mehr missen. Wir haben ausschließlich aussen gekocht, bei Regen unter der Markise.
Markise: Fahren wir als erstes aus, wenn wir irgendwo stehen und wird nur bei Sturmwarnungen und vor der Abfahrt eingefahren. Aus unserer Sicht ein Muss! 
Solaranlage  und 200Ah Akku: Im Sommer braucht man keinen Stromanschluss, auch bei längerer Standzeit nicht. Völlig ausreichend für Kühlschrank, Laptops und Tandem-Akku
Ikea-Regal über Dinette: Unverzichtbar, aber wir müssen uns da noch etwas gegen das Klappern beim Fahren ausdenken.
Heck-Garagen-Auszug: Das Teil hat sehr viel Stauraum und ist sehr praktisch. Richtig voll war das Teil eigentlich nur einmal – als wir bei Störtebeker Vorräte eingekauft haben.
SOG: Keinerlei Geruchsprobleme obwohl keine Chemie ins Klo kommt, TOP.