Ein "neuer" Wassersensor - was lange währt, wird endlich gut

Seit wir den Kasten haben wunderten wir uns darüber, warum die Füllstandsanzeige vom Frischwassertank Werte anzeigte, die nicht wirklich zum Inhalt des Tanks passen wollten. Gut, die im Kasten verbaute Anzeigen-Tafel scheint ja eh aus den 90ern zu stammen, aber auch damals konnte man eigentlich schon den Füllstand von Wassertanks messen….

Als es uns dann letztes Jahr im Mai zu doof war, immer nur den Zustand voll und 75% angezeigt zu bekommen, haben wir mal im Tank nachgesehen.
Ok, bei Pössl wurde also schon im Jahr 2020 nicht unbedingt das eingebaut, was passt, sondern das, was gerade ab Lager  verfügbar war. Ich denke, wenn man aus den Stangen eine Wünschelrute baut, bekommt man genauere Ergebnisse. 
Wie man sieht, ist es mit der verbauten Sonde gar nicht möglich, auch nur ansatzweise den Tankinhalt dieses Tanks zu messen.

Nach einer kurzen Recherche im Internet sind wir dann auf die Firma Commworks gestoßen, die u.a. Füllstandssensoren für Tanks in Freizeitfahrzeugen der gehobenen Klasse herstellt.
Was für so’n Moredo  oder Concorde gut ist, kann dem Lutz nicht schaden – so die Überlegung. Bestellt wurde dann der Sensor „Supersense“.

Den Strom für den Sensor habe ich mir aus dem Schrank links über dem Bett abgegriffen. Mit einem Zug-Draht ging das innerhalb von wenigen Minuten.
Der Einbau ist sehr einfach. Loch in den Tank, Sensor in das Loch stecken und von unten mit der mitgelieferten Mutter kontern - Dichtung nicht vergessen.
Der Sensor passt aufgrund seiner geringen Bauhöhe noch gerade eben unter die abnehmbare Tankverkleidung.

Nach dem Einbau kam dann beim Testen die große Überraschung: der Sensor ließ keine Anpassung auf unsymmetrische Tanks zu.
Im Klartext: Für unseren Tank nicht geeignet. Diese kleine Einschränkung hatte man auf der Homepage und in der Produktbeschreibung leider vergessen. Dort hieß es „alle Tankformen“ wären geeignet. Ziemlich gefrustet haben wir dann eine Mail zu Commworks geschrieben – allerdings ohne wirklich zu glauben, eine Antwort zu bekommen. Wir würden also den Sensor zurücksenden und das Loch im Tank behalten dürfen.

Wir wurden allerdings eines Besseren belehrt. Am nächsten Tag rief uns einer der Techniker an um sich zu entschuldigen. Leider sei die Aussage auf der Webseite nicht ganz „präzise“, aber wir sollten den Sensor behalten, da die nächste Version der App eine Kalibrierung auf Sonderformen zuließe. Die komme aber leider erst im Herbst.

Beim ersten Schritt der Kalibrierung war Schluss, der Button "Gefüllt" bleibt ausgegraut und inaktiv.

Und tatsächlich, als dann irgendwann im Herbst die neue Version der Supersense-App als Update verfügbar war , gab es wirklich die Funktion des Kalibrierens auf unsymmetrische Tankformen.  Allerdings sind wir da irgendwie nicht mehr zum Kalibrieren gekommen, sodass der Sensor erst einmal bis März 22 in Ruhe gelassen wurde.

Beim Kasten- Frühjahrsputz sind wir die Sache dann wieder angegangen. Der Kalibrierungsvorgang ist eigentlich ganz einfach. Tank leeren, Tankgröße angeben und dann jeweils die Menge an Wasser einfüllen, die die App vorgibt. Blöd nur dass die App nach dem ersten Einfüllvorgang keinen weitern mehr zuließ. Also wieder eine Mail an Commworks.
Wie bei der ersten Mail bekamen wir wieder einen Tag später einen Anruf eines Technikers. Aber alle seine Tips waren vergebens, eine Kalibrierung war nicht möglich.
Der Sensor ging also für ein Update der Firmware zurück. Dienstags abgeschickt am Freitag der gleichen Woche bereits wieder da – also Kundenservice haben die drauf!

Und siehe da, die Kalibrierung ging dann auf Anhieb und innerhalb von 5 Minuten war der Sensor kalibriert. 

Jetzt sind wir mal gespannt, wie sich der Sensor in der Praxis schlägt. Angeblich „lernt“ die App an Hand unserer Wasserverbrauchs-Gewohnheiten und kann dann Vorhersagen treffen, wie lange der Frischwasser-Vorrat noch ungefähr ausreicht.
Wir sind gespannt…

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