Es geht los: die erste längere Tour mit Lutz startet

Endlich geht es los, die erste längere Tour mit Lutz. Aufgrund von Corona wird es aber keine „weite“ Tour. Knapp 11 Tage Nordsee und 14 Tage Ostsee stehen auf dem Plan. 

Aufgrund unserer Erfahrungen aus dem letzten Jahr haben wir die Campingplätze schon rechtzeitig (im März) gebucht. Wir stehen halt gerne auf Plätzen nah‘ der See und damit scheinen wir nicht allein zu sein.
 
Die ersten 5 Tage werden wir mit unseren Freunden Susi und Stephan in Noordwijk aan Zee verbringen. Inzwischen zum 9. Mal. Angefangen haben wir mit den gemeinsamen Noordwijk-Besuchen, als alle unsere 3 Kinder (S&S haben ebenfalls 3 Kinder in jeweils dem gleichen Alter) alt genug waren, 20 Tage  ins „Ameland-Lager“ zu ziehen. Eine über 40 Jahre alte Instituion  unserer Gemeinde – eine Art „Kinder-Land-Verschickung“ nach Ameland.
Um die seit Jahren erstmalige „Kinderlosigkeit“ gebührend zu feiern, entschlossen wir uns damals ein paar Tage nach Noordwijk zu fahren, um die freie Zeit in den diversen Beach-Clubs zu genießen.
Jetzt sind die Kinder groß und wir genießen noch immer ein paar gemeinsame Tage in Noordwijk.
 
Prompt haben wir vergessen, die Abfahrts-Checkliste vor der Fahrt abzuarbeiten. Es geht aber auch noch kurz nach dem Start...
Es ist soweit: endlich wieder Richtung unserer geliebten Nordsee. Diesmal starten wir im Regen und es erwartet uns Sonne !
Am Donnerstag fahren wir bei strömenden Regen los – Angesichts der Tatsache, dass ganze Landstriche in Deutschland gerade überschwemmt wurden, sind wir schon fast froh, dass es „normaler“ Regen ist und keine Sintflut. Je näher wir der Küste kommen, um so schöner wird das Wetter.
In Noordwijk aan Zee selber gibt es leider keinen Campingplatz in der Nähe des Boulevards – man möchte dann doch eher die Klientel der Hotelurlauber anlocken. Deswegen stehen wir auf dem Platz „Camping Op Hoop van Zegen“ in Noordwijkerhout, ca. 2,6 km entfernt vom Boulevard von Noordwijk aan Zee.
In dem kleinerem der beiden Sanitätshäusern ist momentan noch Platz für zwei Sitzungen und einer Steh-Party ....
Der Campingplatz ist klein, die Sanitäranlagen sehr modern und sauber. Als Coronamaßnahme gibt es Klemmbretter für jede Toilette. Jeder Besucher bekommt eine magnetische Karte und vor den Toiltennenhäusern ist ein Symbol für jedes Event. 
Damit ist auf den ersten Blick für jeden erkennbar, ob Duschen, Toiletten oder Abwaschplätze momentan besetzt sind ohne das Gebäude betreten zu müssen.
Der große Getränkehalter am Tandem ist universell einsetzbar.

Gestartet wird am Donnerstag-Nachmittag mit einem Sektempfang am Strand. Wir bringen gekühlten Sekt mit und S&S haben Becher und einen windgeschützten Platz am Strand in Beschlag genommen.

Die diesjährige Reiseleitung – also Olli – hat folgende kulinarische Highlights vorgesehen:
  1. Do: Alexander Beach Club – gehört zum Alexander Hotel, etwas gehoben, sehr schön direkt am Nordseestrand.
  2. Fr: Harbourlights – bester Pub in Noordwijk.
  3. Sa: Grillen vor unserem Camper. Es gibt Kuh
  4. So: Holländische Spezialitäten – bei Coco – die leckersten Pommes mit Pinda-Sauce, Bitterballen und Frikandel Spezial gibt es halt in den Niederlanden….
Eigentlich fast wie ein Pauschal-Urlaub mit Halbpension.

Für die kommenden Abende haben wir alles notwendige  reserviert – was Sinn macht, es ist brechend voll. Man hat den Eindruck, Corona gibt es nicht. Keiner trägt irgendwo Maske, die Clubs sind überfüllt und der Strand ist voll wie auf Malle.
Ab 16 Uhr stehen die Gäste Schlange, um noch irgendwo einen Tisch für’s Abendessen am Strand zu ergattern.

Falls für das geplante BBQ das Grillfleisch knapp werden sollte, bieten sich auf dem Campingplatz kurzfristige Lösungsmöglichkeiten an.

Letzte Vorbereitung für das BBQ - auf das Angebot der Hühner mussten wir nicht zurückgreifen
Nicht nur am Strand lässt sich der Sonnenuntergang genießen

Die Tage verbringen wir mit „extrem-am-Strand-abhängen“, Spaziergängen mit den Füßen im Wasser  und „fietsen“.

Besonders schön ist die Radtour nach Haarlem – für uns einer der schönsten Städte in den Niederlanden.

Es geht entlang von Blumenfeldern, Grachten auf einem phantastischem Radwegenetz rund 63 km nach Haarlem und zurück. Wenn man sich die Anwesen der „Blumenzwiebel-Barone“ ansieht scheint sich der Verkauf von „Blömkes“ zu lohnen. Auch in Haarlem ist nichts von Corona zu merken – trotz einer Inzidenz von über 300 ist es rappelvoll. Wir meiden die Menschenmassen so gut es geht und gehen durch die weniger vollen Gässchen.

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