Krummhörn-Upleward -Ein Treffen mit Freunden

Das letzte lange Wochenende nutzen wir für eine Tour zur deutschen Nordsee.
Übernachten werden wir auf dem Campingplatz „Camping am Deich“ in Krummhörn-Upleward.

Freunde von uns (Astrid und Basti)  sind ganz in der Nähe – in Greetsiel untergebracht, wir freuen uns auf ein gemeinsames Wochenende.

Im Gegensatz zur Fahrt nach Schiedersee vorletzte Woche gibt es diesmal reichlich Stau. Zwischenzeitlich verlassen wir sogar den Friesenspieß und fahren einige Kilometer auf Bundesstraßen parallel zum Stau. Ob das was bringt ist fraglich, aber man hat zumindest das Gefühl, dass es voran geht.
Am Ende brauchen wir für die 298 km brauchen wir 3,5 Stunden – es ist heiß und schwül.

Die Ankunft

Wie Vorletzte Woche zeigen wir bei Ankunft deutliches Campingverhalten – ich packe Stühle und Campingtisch aus  und: Es fängt wieder an zu regnen!
Nachdem es mehr als 10 Tage trocken und heiß war, fängt es an zu regnen wenn ich die Campingstühle aus dem Camper hole – ich geh kaputt!

Bei der nächsten Tour werde ich mir einen Alu-Hut aufsetzen, wenn ich die Stühle auspacke, soll ja gegen so einige Phänomene helfen…

Im Gegensatz zu unserer letzten Tour ist es nur ein kurzer Schauer und wir können den Abend gemütlich grillend  vor Lutz verbringen.
Die Aussen-Gas-Steckdose ist super. Ohne irgendwelche Gasschläuche in den Wagen zu legen oder Gaskartuschen mitschleppen zu müssen, wird der Grill einfach von aussen angeschlossen.
Es gibt Hüftsteak mit Bratkartoffeln, reichlich und lecker!
Am Abend kommen noch A&B mit dem Fiets vorbei und wir sitzen gemütlich vor Lutz und genießen ein (oder waren es zwei…) kühle Bierchen.

Rohe, festkochende Kartoffeln schälen und in dünne Scheiben schneiden, parallel dazu Wasser aufkochen lassen, wenn es kocht von der Flamme nehmen und die Kartoffelscheiben darin 10 Minuten ziehen lassen. Wasser abgießen, Kartoffeln gut mit kaltem Wasser abwaschen und mit einem Tuch abtrocknen. Dann mit viel Öl (wer es nicht so fettig mag, sollte eh' Pellkartoffeln essen) in der Grill-Pfanne knusprig braten. Gegen Ende der Bratzeit noch ein paar Zwiebeln und Salz dazu - feddich !

Schnelle-Bratkartoffeln

Das Einchecken sowie der Nachweis über die negativen Corona-Tests werden per Mail abgewickelt, nur die Kurkarten muss man noch, bei den sehr netten Mitarbeitern an der Rezeption abholen.
Wie auf der Webseite schon zu entnehmen ist, handelt es sich eindeutig  um einen Campingplatz für (junge) Familien.

Überall wuseln Hobbits herum.  Spielplätze laden zum Spielen ein und permanent flitzt irgendetwas kleiner 150cm mit irgendeinem Gefährt an einem vorbei. 
Hier fühlen wir uns wohl  – schon alleine deshalb da man genau weißt, dass das schreiende Kind nicht das eigene ist (das ist der Vorteil wenn die eigenen schon so „alt“ sind).
Die Sanitäranlagen sind geräumig sauber und gepflegt – die Stellplätze komfortabel. Strom, Frisch- und Abwasser direkt auf der Parzelle.
Besonders cool finden wir den Automat zur Entleerung der Toiletten-Kassette:
Einen Euro einschmeissen, Rollo geht auf, Kassette einschieben, Rollo geht runter, unheimliche Geräusche, Rollo geht auf, leere (und gereinigte!) Kassette entnehmen!

Die Radtour

Nach einem leckeren Kaffee werden wir gegen 11:00 Uhr von A&B  zu einer Radtour abgeholt.
Die Tour ist ca. 65km lang und sowohl Greetsiel (wo A&B eine Ferienwohnung gemietet haben) als auch unser Campingplatz liegen auf der Route – so müssen alle gleich viel fahren.

Der Eiffelturm der Nordsee - Am höchsten Leuchtturm Deutschlands (65m) kommen wir direkt am Anfang der Tour vorbei.
Der Pilsumer-Leuchtturm; er ist mit 12m der kleinste Leuchtturm Deutschlands. Ihn passieren wir fast am Ende der Tour - irre ....

Obwohl so ziemlich alles ausgebucht ist, gibt es nicht all zu viele Radler und  die Radwege sind angenehm leer. Ausser direkt am Deich sind sie leider auch ziemlich schlecht, sehr oft Straßenschäden und die Verkehrsführung erschließt sich nicht immer – aber egal.

Wir fahren über Dyksterhus, Knock und Wybelsum nach Emden. Das, was wir von Emden sehen, begeistert uns nicht wirklich. Eine Hafen- bzw. Industriestadt halt. Aufgrund der Inzidenz von über 100 ist dort auch noch die Gastronomie geschlossen. Wir machen am Hauptbahnhof eine kurze Pause und versorgen uns dort mit kühlen Getränken und einen paar Snacks.

Weiter gehts über Hinte, Uttrum, Ellsum nach Greetsiel. Die Ortschaften sind eher rein landwirtschaftlich geprägt – selbst bei uns am linken Niederrhein ist mehr los. Und das soll was heißen!

In Greetsiel gibt es das Kontrastprogramm zu Emden und den restlichen Ortschaften, es ist total voll. Nach dem Lockdown der letzten Monate kommt es einem schon fast unheimlich vor, durch volle, teils überfüllte Strassen zu laufen.

Super geregelt ist die Sache mit dem Schnelltest. Mehrere gut ausgeschilderte Testcenter sind vor Ort.
Einfach hingehen, QR-Code scannen und das Formular der verbundenen Webseite ausfüllen, Formular abschicken und die Bestätigungsmail beim Eintreten ins Testcenter vorzeigen und sich testen lassen.
Das Ganze dauert nicht ganz 10 Minuten. Das Ergebnis erhält man dann wenige Minuten später per Mail, wenn man sich schon wieder ins Getümmel geworfen hat.

Nach den knapp 50 km (für A&B 65 km) suchen wir uns ein nettes Restaurant und genießen herrlich leckern Fisch und ein kühles Bier in der Sonne – das hatten wir sehr lange nicht mehr. Auch im Restaurant ist coronamäßig alles super geregelt, einfach mit der Luca-App einchecken und gut ist.

Später am Nachmittag schlendern wir noch etwas durch Greetsiel (eine 110% Touri-Ortschaft) und genießen am Hafen noch etwas die Sonne und sogar Livemusik !

Gegen Abend verabschieden wir uns und fahren noch die verbleibenden 15 km am Deich entlang zum Campingplatz.

Der Schlecht-Wetter-Ausflugs-Tag

Unserer Haut tut der Regen-Tag sicherlich gut. Gestern den ganzen Tag pralle Sonne auf dem Fahrrad….

Wir beginnen den Tag wie immer mit einem leckeren Kaffee. Ich kümmere mich um den Blog und Anja ließt ihre neuen Chemie-Bücher – so geht jeder seinem Hobby nach.

Mittags holen uns A&B zu einem Ausflug nach Ditzum ab. Man muss mit der Fähre über die Ems und kann dort direkt ins Dörfchen laufen. Netterweise haben sie schon vor Tagen einen Tisch im Restaurant für uns vier gebucht.

Wenn es passt, transportiert die Fähre sogar Autos - aber nur wenn dafür keine Fahrradfahrer oder Spaziergänger zurückbleiben müssen.

Ditzum besteht aus einem kleinen Hafen und ein paar Restaurants.

Alles ist klein und gemütlich. Wir wählen eine Fischpfanne (verschiedene Sorten Bratfisch in der Eisenpfanne) und sind – wie gestern in Greetsiel – begeistert. Einfach lecker!

Nach dem Essen schlendern wir langsam zum Ableger und warten auf die Fähre.

Abreisetag

Nachdem wir gestern noch lange im trockenen vor Lutz den Abend genossen haben, werden wir heute durch prasselten Regen geweckt. Da wir den Platz eh‘ um 11 Uhr verlassen müssen, treten wir dann auch direkt die Heimreise an.
Ein wirklich schöner Campingplatz. Die Gegend hier ist prima, für ein langes Wochenende. Für einen ganzen Urlaub wäre mir eindeutig zu wenig Strand. Es wird Zeit, dass man wieder an die holländische Nordsee kann!  

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