Soulac-sur-mer

Soulac-sur-Mer ist ein kleines Dorf, wobei in der Nachsaison viele Häuser verrammelt, verlassen oder zu verkaufen sind. Einige Gründerzeitvillen hat der Badeort zu bieten und einen evakuierten Wohnblock, der 1960 in sicherer Entfernung vom Atlantik gebaut wurde, 2014 aber drohte zu kippen, weil er unterspült wurde. Der Atlantik verschmälert den Strandstreifen jährlich (das ist auch an unserem Stellplatz-Strand zu sehen).

 

Wir starten den Tag stilecht mit einem leckern Kaffee am Strand. Kein Wind, die Sonne scheint und es ist menschenleer – ideale Bedingungen für einen Drohnenflug.

Laut App dürfen wir max. 30m hoch fliegen – aber erlaubt scheint es wohl zu sein.

Frühstücks-Kaffee am Atlantik

Anschließend starten wir zu unserer ersten Tandemtour. Geplant ist eine Tour zum Pointe de Grave, die die nördlichste Spitze der Halbinsel Médoc ist. 

Durch Soulac-sur-Mer (wo es eine kleine Freiheitsstatur gibt, die zum Gedenken an die Einschiffung Lafayettes nach Amerika aufgestellt wurde) an die Nordspitze zur Gironde-Mündung (Pointe de Grave) ging es auf „typisch holländischen“ Dünen-Radwegen oft entlang ausgedienter Schienen. An der Küste stehen noch viele Beton-Bunker „Hinterlassenschaften der Deutschen aus den 40ger Jahren“ um einen Freund und Hobby-Historiker zu zitieren. Ein 75m hohes Denkmal für den französischen General Lafayette, der 1777 von Pointe de Grave nach Amerika reiste, um gegen die Engländer den Unabhängigkeitskampf der Amerikaner zu unterstützen, wurde 1942 von den Nazis zerstört. Eine Stele erinnert noch daran.
In Le Verdun gab es einen schönen Yachthafen (Port Médoc).

Die Stadt Soulac-sur-Mer versandete im dem 16. Jahrhundert, nachdem der Kanal zur Gironde vermoort war. Im 18. Jahrhundert lag sie völlig unter dem Sand. Im Kaiserreich grub man die Stadt aus dem Sand wieder aus – auch die Benediktinerabtei (1863) von der die Basilika Notre-Dame-de-la-Fin-de-la-Terre (unsere Frau vom Ende der Welt) noch übrig ist. Auch heute noch sieht man nur den oberen Teil der Basilika: Vom Hauptportal gehen Stufen runter in das Kirchenschiff. Die Kirche war Ort des ersten Gebets der Pilger, die in Soulac anlandeten, um den (französischen) Jakobsweg von dort aus zu gehen. (Wikipedia)

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